Mittwoch, 19. August 2015

Zu Besuch bei der Condor Technik

Kaum mit dem zweiten Theorieblock begonnen, ging es für uns Anfang Juli nach Frankfurt zur Condor. Auf dem Programm standen eine kleine Führung durch die Firmenzentrale sowie ein ausführlicher Besuch der Condor Technik.

Als wir in Frankfurt ankamen, wurden wir bereits von einer Mitarbeiterin der Trainingsabteilung in Empfang genommen und herzlich begrüßt. Nach einem kurzen Kaffee Stopp führte sie uns durch die Zentrale der Condor und zeigte uns als Erstes die Briefing Räume der Piloten sowie des Kabinenpersonals. Hier trifft sich die Crew um den bevorstehenden Flug zu planen und alles Wichtige (Route, Wetter, Besonderheiten) zu Besprechen. Da die Zentrale im Stadtteil Gateway Gardens nicht direkt auf dem Flughafengelände liegt, fahren die Crews anschließend von hier mit einem Bus zum Flughafen.
Nachdem wir einen Blick in die Verkehrszentrale, die den Flugbetrieb überwacht und plant, geworfen hatten, gingen wir in die Trainingsabteilung, die letztendlich auch für uns zuständig ist und mit der wir im Verlauf unserer Ausbildung mehr und mehr zu tun haben werden. Wie auch an den vorigen Stationen wurden wir von den zukünftigen Kollegen äußerst freundlich und interessiert begrüßt!
Uns wurde ein Co-Pilot vorgestellt, der neben seiner fliegerischen Tätigkeit noch eine Büro-Stelle in der Trainingsabteilung hat und dort bei der Erstellung von Trainingsprogrammen und der Bearbeitung der Bücher unterstützt. Zusammen mit ihm aßen wir in der Kantine auch zu Mittag. Hier konnten wir die Gelegenheit nutzen, uns Fragen aus erster Hand beantworten zu lassen. Wie ist das Arbeitsklima, wie gefällt dir die Langstrecke, wie vereinbarst du Beruf und Familie – waren nur einige unserer zahlreichen Fragen.
Anschließend fuhren wir gemeinsam mit dem technischen Piloten zur Condor Technik, die sich auf der Südseite des Frankfurter Flughafens befindet, und passierten zunächst eine Sicherheitskontrolle. Wir hatten großes Glück, denn zu diesem Zeitpunkt stand eine Boeing 767-300, der JA-zu-FRA Flieger, im Wartungshangar.

Da die Maschine zu einer größeren Kontrolle in der Werft war, waren viele Verkleidungen offen und wir konnten tief in die Technik der Boeing schauen.
Wir begannen unsere Tour, die der Reihenfolge eines Outside-Checks nachempfunden wurde, am Bugfahrwerk und arbeiteten uns dann einmal um das gesamte Flugzeug herum. Absolutes Highlight waren die Triebwerke – gerade noch die Funktionsweise dieser technischen Meisterwerke in der Theorie erlernt, konnten wir nun alles durch einen Blick ins Innere vertiefen. Außerdem gingen wir in die Frachträume, schauten uns das System der Klimaanlage an und warfen einen Blick in die Fahrwerksschächte.

Nach dieser äußeren Begehung gingen wir in das Flugzeug, in dem ebenfalls fleißig gearbeitet wurde: So hingen beispielsweise alle Sauerstoffmasken aus den Einheiten über den Sitzen heraus, da die Generatoren, die im Falle eines Druckverlustes den Sauerstoff produzieren, routinemäßig erneuert wurden. Überall arbeiteten Techniker, die die Innenausstattung überprüften und Kleinigkeiten ausbesserten.
Insgesamt gefiel uns die neue Kabine der Langstreckenmaschine inklusive Liegesitzen in der Business Class sehr gut. Nun fehlte eigentlich nur noch das Cockpit, welches wir abschließend in kleinen Gruppen besichtigen durften, um schon einmal probe zu sitzen. Das war natürlich ein tolles Gefühl und für uns alle ein riesen Ansporn in der jetzigen Theoriephase Vollgas zu geben, damit wir dieses Ziel so schnell wie möglich erreichen können.

Zum Abschluss fuhren wir wieder in die Zentrale nach Gateway Gardens und verabschiedeten uns von den Mitarbeitern, die uns durch einen spannenden und lehrreichen Tag geführt haben. An dieser Stelle möchten wir uns erneut für die Planung und Durchführung bei allen Beteiligten auf Seiten der Condor und der TFC bedanken – Wir konnten schon einmal „Condor Luft“ schnuppern und viele zukünftige Kollegen kennen lernen.

Kommentare:

  1. Darf ich Bitte fragen, wer der Älteste in der Gruppe ist, man hört ja immer mit ende 20 Anfang 30 ist man zu alt für eine MPL oder ATPL Ausbildung.

    Würde mich gern Bewerben, wenn wieder Piloten bedarf besteht, aber ich will erst mal mein Studium abschließen.

    Und kann man PPL-A + NVFR und AZF bei der Condor Ausbildung mit einbringen ?

    Danke schon mal für eine eventuelle Antwort und viel Erfolg, an alle in der Ausbildung befindlichen Schüler !

    Sehr schöner, informativere Blog !!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es freut uns, dass dir unser Blog gefällt!
      Zu deinen Fragen:
      - Das maximale Alter für eine Bewerbung beträgt 35 Jahre + 364 Tage – nicht nur auf dem Papier, da wir tatsächlich Teilnehmer mit Geburtsdatum in den 80ern im Kurs haben.
      - Alle beginnen „bei Null“, sodass die Schulungsinhalte allen Teilnehmern vollständig und gleichermaßen vermittelt werden, um ein konstantes Qualitätsniveau/Kenntnislevel sicher zu stellen.

      Beste Grüße, der CAP01

      Löschen